25 Euro Niob
Sensationell - Erste Niobmünze
Mit der neuen, interessanten Materialkombination von Silber und Niob betont diese 25 Euro Münze den Blick in die Zukunft.
Im Jahr 1801 untersuchte der englische Chemiker Hatchett einen aus Nordamerika stammenden schweren dunklen Stein. Dabei entdeckte er ein bis dahin unbekanntes Element, das er nach seiner Herkunft Columbium nannte. Später wurde das Metall durch den Wissenschaftler Heinrich Rose ein zweites Mal entdeckt. Von ihm stammt die heute gebräuchliche Bezeichnung Niob.
Durch chemische Aufbereitung wird Niob von Tantal, das ähnliche Eigenschaften aufweist, getrennt. Da das Metall mit knapp 2.500 Grad einen hohen Schmelzpunkt hat, kommt es heute vermehrt beim Bau von Kühl- bzw. Wärmeableitungssystemen und in der Raumfahrt zum Einsatz. Damit hat dieses moderne Metall interessante Zukunftsaussichten.
Auch in der Münztechnik eröffnet Niob neue Möglichkeiten: Konnte man bisher farbige Münzen nur durch Emaillieren herstellen, so kann bei diesem Werkstoff durch spezielle Behandlung eine Farbveränderung (hier blau) erzeugt werden, die nicht abblättern kann.
Motiv 700 Jahre Stadt Hall
Auf der Rückseite ein Erdbeobachtungssatellit
Die Stadt Hall in Tirol blickt auf eine für die Numismatik bedeutende Geschichte zurück. Auf Grund der Entdeckung riesiger Silbervorkommen verlegte im 15. Jahrhundert Erzherzog Sigismund die landesfürstliche Münzstätte von Meran nach Hall.
Die große Münzreform brachte die ersten Großsilbermünzen hervor, die den bis dato gebräuchlichen Goldgulden weitestgehend ersetzten. 1486 war das Geburtsjahr des ersten sogenannten Guldiner.
1518 griff Graf Schlick in Joachimsthal (Böhmen) diese Idee auf und prägte einen 27 g Taler, der bald zum Vorbild für alle Großsilbermünzen wurde und dem Taler den Namen gab (Joachims-Thaler).
Der heute weltweit gebräuchliche Dollar und auch der japanische Yen haben ihren Ursprung im Taler.
Die Rückseite der neuen 25 Euro Münze aus Österreich zeigt im Mittelstück das Motiv des ersten Guldiners aus Hall, der Geburtsstätte des Talers (Dollars).
In den nächsten Jahren wird jeweils eine weitere Niob-Münze im Wert von 25 Euro folgen.